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Tierarztpraxis E.Schulze |
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Zusatzbezeichnung AKUPUNKTUR |
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Impfempfehlungen für die Kleintierpraxis
Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten. Dabei ist eine vollständige Grundimmunisierung Voraussetzung für einen optimalen Schutz des Einzeltieres.
Impfempfehlung Hund
8 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten
12 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut
16 Lebenswochen: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut
15. Lebensmonat: Staupe, HCC, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten, Tollwut
Danach jährliche Wiederholungsimpfung bestimmter Komponenten!!!
Information zu den einzelnen Infektionskrankheiten
1. Staupe Staupe ist durch ein Paramyxovirus hervorgerufen, welches eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt ist. Die Infektion erfolgt nahezu ausschließlich von Hund zu Hund durch direkten Kontakt, da das Virus in der Umwelt nicht lange überleben kann. Besonders gefährdet sind auch Marder (Jagdhunde daher hoch gefährdet), Robben und andere Fleischfresser, sowie Schweineartige.
Neben den Atemwegen und dem Magen-Darmtrakt kann auch das Gehirn von den Viren infiziert werden. Häufig treten Spätfolgen auf und die Sterblichkeit ist hoch.
2. Parvovirose Parvovirose wird auch Katzenseuche genannt, da das Virus große Ähnlichkeit mit dem Katzenseuchevirus aufweist und vermutlich aus diesem durch Mutationen hervorgegangen ist. Das Virus wird mit dem Kot infizierter Tiere ausgeschieden und weist eine hohe Widerstandfähigkeit auf. So bleibt es Wochen und Monate in der Umwelt infektiös. Nach Infektion des Hundes kommt es innerhalb von 4-7 Tagen zu hochgradigem Erbrechen und Durchfall, in der Regel mit Blutbeimengungen. Die Tiere sind extrem apathisch und verlieren in kurzer Zeit hohe Mengen an Flüssigkeit. Als weitere Folge kann auch eine Entzündung des Herzmuskels stattfinden, die zum Herzversagen führen kann.
3. Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung) Diese Form der Leberentzündung wird durch ein Adenovirus verursacht. Während die Infektion in Osteuropa noch sehr häufig auftritt, konnte sie bei uns durch konsequente Impfung gut kontrolliert werden, so dass die Infektion nur noch selten auftritt. Das Virus wird durch Kot, Urin und Speichel infizierter Tiere übertragen und führt innerhalb weniger Tage zu einer akuten Hepatitis mit hoher Sterblichkeit.
4. Leptospirose Die auch als Stuttgarter Hundeseuche bekannte bakterielle Infektionskrankheit mit den sogenannten Leptospiren ist eine weltweit wichtige Zoonose, d.h. es kann über die Tiere zu Infektionen des Menschen kommen!!! Besonders infektiös ist der Urin der infizierten Tiere. Weiterhin kann die Übertragung auch über Wasser, Erde, Nagetiere etc. erfolgen, wobei schon kleine Wunden in der Haut ausreichen, durch die die Bakterien eindringen können. Es kann sowohl zu schweren Leber- als auch Nierenfunktionsstörungen kommen. Oft ist auch die Blutgerinnung gestört. Die Tiere bzw. Menschen können an Leber- oder Nierenversagen sterben. Da man die Infektion aufgrund des Reservoirs in Nage- und Wildtieren nicht kontrollieren kann, ist die Impfung die einzige Möglichkeit, eine Infektion mit Leptospiren zu verhindern.
5. Tollwut Die Tollwut ist bis heute eine nicht therapierbare Erkrankung von Mensch und Tier, die in der Regel tödlich endet. Schon der Verdacht der Erkrankung ist anzeigepflichtig!!!
Ein wirksamer Schutz ist laut Tollwut-Verordnung 21 Tage nach der Tollwutimpfung ausgebildet, wenn das Tier zum Zeitpunkt der Impfung mindestens 3 Monate alt war! Der Impfschutz gilt dann für den Zeitraum, den der Impfstoffhersteller für seinen Impfstoff angegeben hat. Dieser wird im EU-Heimtierpass eingetragen. Bei jungen Hunden ist eine Nachimpfung von Tollwut vier Wochen nach der Erstimpfung dringend angeraten, um einen optimalen Schutz zu erreichen.
Das Virus wandert nach der Infektion (in der Regel Bisswunde) entlang der Nervenbahnen ins Gehirn (Dauer 2-8 Wochen) und führt dort in verschiedenen Stadien innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.
6. Zwingerhusten Zwingerhusten wird durch verschiedene Erreger hervorgerufen, insbesondere durch das Canine Parainfluenzavirus und Bordetella bronchiseptica, und führt zu einer Entzündung der oberen Atemwege (Laryngotracheitis – Entzündung von Kehlkopf und Luftröhre -). Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt zu anderen Hunden, v.a. auf Hundeplätzen, in Welpenspielgruppen, Tierheimen, Tierpensionen etc. Die Impfung kann eine Ansteckung nicht vollständig verhindern, mildert aber die klinische Symptomatik und die Erregerausscheidung.
B) Impfempfehlung Katze
8 Lebenswochen: Katzenschnupfen (RC), Katzenseuche (P), Leukose bei Freigängern
12 Lebenswochen: RCP, Leukose und Tollwut bei Freigängern
16 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern
15. Lebensmonat: RCP, Leukose und Tollwut bei Freigängern
Danach sind für die Mehrzahl der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen.
Information zu den einzelnen Infektionskrankheiten
1. Katzenschnupfen Der Katzenschnupfen ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Erkrankung der Schleimhäute des Kopfes und der Atemwege der Katze. Verschiedene Erreger kommen als Ursache in Frage. So sind neben Herpesviren auch Caliciviren, Reoviren und Chlamydien häufig an der Infektion beteiligt. Innerhalb von 1-5 Tagen kommt es nach Tröpfcheninfektion zu den ersten Symptomen mit Nasen- und Augenausfluß. Bei schweren Verläufen treten auch Zungennekrosen, Bronchitis, Keratitis (Hornhautentzündung) und Pneumonien auf. Neben einwandfreier Hygiene und optimalen Haltungs- und Fütterungsbedingungen ist die Impfung dringend angeraten, um schwere Infektionen zu verhindern.
2. Katzenseuche Die Katzenseuche ist eine hochansteckende, virale Infektionskrankheit, die durch das sogenannte Feline Parvovirus ausgelöst wird. Das sehr widerstandfähige Virus kann sich lange in der Umwelt halten und wird von den Tieren über den Magen-Darmtrakt und die Atemwege aufgenommen. Innerhalb weniger Tage kommt es zu hohem Fieber, Erbrechen, Durchfall, z.T. blutig und extrem hohem Flüssigkeitsverlust der Tiere. Bei Neuausbrüchen der Infektion sterben 80-100% der Erkrankten!!! Eine regelmäßige Impfung bietet einen sehr guten Schutz der Katzen.
3.Leukose Die Feline Leukose wird durch das Feline Leukosevirus (FeLV) ausgelöst. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, Bissverletzungen oder Blutübertragungen. Als Folge der Infektion kann der Organismus verschiedenen Tumore ausbilden (lymphatische Leukämie, Lymphosarkome etc.). Zudem kommt es bei manchen Leukoseformen zu einer Schwächung des Immunsystem mit erhöhter Infektionsanfälligkeit und zur Anämie (Blutarmut) sowie Fieber und Leistungsschwäche. Je nach Sitz der Tumore (z.B. Nierenleukose, Thymusform oder alimentärer Typ) zeigen die Tiere Symptome einer Niereninsuffizienz bzw. Atemnot oder Verdauungsstörungen. Die Prognose ist in der Regel ungünstig.
4. Tollwut Siehe Erläuterung bei Infektionskrankheiten Hund
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